Geschäftsideen für die Praxis
Arbeitsprojekte sind ein großer Schatz

Sechs Absolventinnen der Meisterschule Hauswirtschaft präsentierten im Juni 2017 ihre Arbeitsprojekte in der Öffentlichkeit.
Dabei zeigten sie, wie sie ihre Geschäftsideen entwickeln und in der Praxis umsetzen konnten. Die Schulleiter Wolfgang Hampel und Anna Bruckmeier begrüßten zahlreiche Gäste, vor allem ehemalige Studierende und künftige Meisterinnen der Hauswirtschaft.
Urkorn für Brot und Nudeln
Anja Beck aus Dinkelsbühl beschäftigte sich mit der Vermarktung alter Getreidearten. Unter dem Slogan "Biohof Beck zurück zum Urkorn" wurde am elterlichen Betrieb Emmer angebaut, zu Nudelprodukten verarbeitet und auf dem Bauernmarkt verkauft. Erstaunt war sie, dass für derart seltene und zwangsweise teure Produkte eine rege Nachfrage besteht. Das Projekt soll in den nächsten Jahren weitergeführt werden.
Porträtfoto Stefanie HöhneZoombild vorhanden

Stefanie Höhne

Mit bodenständigen Gerichten punkten
Stefanie Höhne aus Kirchensur, Gemeinde Amerang zeigte sich in ihrer Präsentation als engagierte Wirtin und Köchin. Mit einer bodenständigen Speisekarte wie Heubraten, Kesselfleisch, Pilz- und Wildgerichten an acht besonderen Aktionstagen sorgte sie für eine Belebung der elterlichen Dorfgastwirtschaft. Neben der Auswahl der Gerichte spielte die Bewerbung in der Dorfgemeinschaft eine entscheidende Rolle.
Alexandra Krumbachner spricht ins MikrofonZoombild vorhanden

Alexandra Krumbachner

Honigrezepte für Schulkinder
Alexandra Krumbachner aus Weiding im Landkreis Traunstein ist seit ihrer Kindheit eine passionierte Imkerin. Auf dem Betrieb der Eltern erklärt sie Kindern und Erwachsenen die Welt der Bienen. Dazu entwickelte sie in ihrem Arbeitsprojekt ein Lernprogramm für Schulkinder mit einem Rezeptheft für die vielfältigen Möglichkeiten der Verarbeitung von Honig und Wachs. Das Programm wird zwischenzeitlich immer weiter ausgebaut. Die Kinder backen Honigkuchen, drehen Kerzen aus Bienenwachs und lösen ein Quiz. Alexandra hat mit ihrer Begeisterung auch den Vater angesteckt, das Bienenhaus wurde zwischenzeitlich erneuert und der Bestand erweitert.
Magdalena Eckert spricht ins MikrofonZoombild vorhanden

Magdalena Eckert

Rezeptsammlung für mehr Gesundheit
Magdalena Eckert aus Wolfratshausen hat bereits in jungen Jahren Berufserfahrung im In- und Ausland gesammelt. Dabei lernte sie auch den Umgang mit kranken Kindern und deren Eltern. Als Arbeitsprojekt schrieb sie ein Kochbuch für ernährungs-mitbedingte Krankheiten bei Kindern. Sie berichtete von den besonderen Herausforderungen beim Ausprobieren, Zusammenstellen und Formulieren der Rezepte. Wichtig für das Gelingen des Werkes war eine intensive Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachleuten, vor allem Diätassistenten, die tagtäglich mit Ernährungsproblemen konfrontiert sind. Viel gelernt hat sie auch über das professionelle Verfassen und Vermarkten eines Fachbuches.
Porträtfoto Ulrike WaschlingerZoombild vorhanden

Ulrike Waschlinger

Sortiment attraktiv vermarkten
Ulrike Waschlinger stammt aus dem Landkreis Rottal-Inn und berichtete von einem Arbeitsprojekt in einem großen Supermarkt. Sie entwickelte unter Mithilfe eines Metzgers und eines Azubis ein neues attraktives Sortiment an Grillspezialitäten für die Sommermonate. Neben den Klassikern wie Kalbsspieß werden seither in mehreren Filialen sogenannte XXL – Spieße, bunte Spieße, Lachsspieße und „Stierkämpfertaschen“ angeboten. Ulrike Waschlinger lernte in dieser Zeit viel über professionelle Produktentwicklung, Qualitätsanforderungen bei Lebensmittel, Preisgestaltung und Werbung im Lebensmitteleinzelhandel.
Sabrina Maier neben Plakat mit der Aufschrift "Entdecke, wie gut Du bist"Zoombild vorhanden

Sabrina Maier

Schmankerlkisten von der Alm
Sabrina Maier aus Haiming im Landkreis Altötting hat ihr Herz für die Almwirtschaft entdeckt. Sie kann auf eine vielfältige Ausbildung im Lebensmitteleinzelhandel, in der Landwirtschaft und Hauswirtschaft zurückblicken. Sie arbeitet derzeit wieder auf der Hefteralm im Chiemgau. Dort werden Milch zu Käse verarbeitet, Brot gebacken und Kräuter angebaut. In den Talbetrieben wird Schnaps gebrannt und verschiedenste Früchte zu Likören veredelt. In ihrem Arbeitsprojekt entwickelte sie sogenannte Schmankerlkisten mit selbstgemachten Spezialtäten, die von den Besuchern der Alm gerne mitgenommen werden. Beeindruckend auch ihr Slogan: "Liebe geht durch den Magen – Selbstgemachtes findet den Weg zum Herzen". Demnächst wird das Sortiment erweitert und ein neuer Flyer entwickelt.