Waldschutz: Borkenkäfer
Borkenkäfer wirksam bekämpfen – der Freistaats Bayern hilft dabei!

Auch in den Wäldern im Landkreis Rosenheim vermehrt sich zurzeit der Borkenkäfer. Um den Wald zu erhalten, muss der Borkenkäfer konsequent und rasch bekämpft werden. Voraussetzung ist die regelmäßige Kontrolle der Waldbestände auf Befall und rasche Aufarbeitung befallener Fichten mit sofortiger Abfuhr des Holzes aus dem Wald oder Entrindung der Stämme und gegebenenfalls das Häckseln des Kronenmaterials. Das Land Bayern unterstützt die „saubere Waldwirtschaft“ mit finanziellen Hilfen für die Waldbesitzer.

Fördermaßnahme „insektizidfreie Borkenkäferbekämpfung“
Das Holz, das waldschutzwirksam behandelt werden muss, ist im Jahr 2018 gebrochenes, geworfenes oder bereits vom Borkenkäfer befallenes Holz (Schadholz).
Die Bekämpfung der Borkenkäfer muss waldschutzwirksam sein. Das heißt, wenn der Käfer bereits ausgeflogen ist oder die flugfähigen Jungkäfer die Maßnahme überleben, ist eine Förderung nicht möglich.
Entrindung im Wald

Entrindung im Wald

Entrindung von Schadholz
Das Entrinden von befallenem Schadholz kann händisch, motormanuell, maschinell oder im Zuge der Prozessor-Aufarbeitung erfolgen.
Sind nur Larven und Puppen („weißes Stadium“) unter der Rinde kann diese im Wald liegengelassen werden. Sobald bereits Jungkäfer („braunes Stadium“) unter der Rinde sind, muss ein Ausfliegen durch Verbrennen der Rinde (bitte Vorschriften beachten!) oder durch dichtes Abdecken der Rindenhaufen mit schwarzer Folie verhindert werden. Der Käfer wird somit durch Überhitzung abgetötet.
Larven im "weissen Stadium"

Larven im "weissen Stadium"

Häckseln von Restholz und Gipfelholz im Wald
Voraussetzung für die Förderung des Häckselns ist, dass das Hackgut nicht zur Vermarktung bestimmt ist und am Häckselort im Wald verbleibt. Das Verblasen auf Transportfahrzeuge oder –behälter ist nicht zulässig.
Sind nur Larven und Puppen („weißes Stadium“) unter der Rinde, reicht ein Verblasen auf Haufen oder in die Fläche aus. Sobald aber bereits Jungkäfer („braunes Stadium“) unter der Rinde sind, so müssen die Hackschnitzel auf Haufen geblasen werden, die dicht mit schwarzer Folie abzudecken sind (Abtöten durch Überhitzung, siehe oben).
Lagerplatz mind. 500 m von Fichtenbestand entfernt

Lagerplatz mind. 500 m vom nächsten Fichtenbestand entfernt

Zwischenlagerung von Schadholz
Um befallenes und fängisches Holz rasch aus dem Wald zu entfernen, wird der Transport von Schadholz auf Zwischenlager gefördert.
Trockenlager müssen 500m vom nächsten gefährdeten Bestand entfernt sein. Die Wirksamkeit des Lagers hinsichtlich des Waldschutzes wird vorher vom Förster anerkannt.
Höhe der Förderung
Der Zuschuss beträgt für die Zwischenlagerung, das Häckseln und die Entrindung pauschal 4 € je Festmeter.
Im Falle der Entrindung im Rahmen der Prozessoraufarbeitung 2,50 € je fm.
Die endgültige Zuschusshöhe basiert auf der Holzmenge, die über Holzlisten, Rechnungen, Transportscheine oder ähnliche gleichwertige Unterlagen nachzuweisen ist.
Antragstellung
Sie stellen Ihren Antrag schriftlich vor Durchführung der Maßnahme beim AELF Rosenheim mit den geschätzten Schadholzmengen. Anträge von einzelnen Personen können erst ab einer Menge von 63 Festmeter angenommen werden.

Ihr Revierleiter berät Sie gerne.